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Blackyoto Fair-Fashion-Designs: Schwärzer als Schwarz

Keine Farbe ist dunkler, eindeutiger und simpler als Schwarz. Black is back! Black is beautiful! Schwarz ist die Farbe der Trauer, ein Symbol für zeitlose Eleganz und die inoffizielle Lieblingsfarbe der Modewelt. Blackyoto ist ein in München ansässiges Fair-Fashion-Label, das sich zur Aufgabe gemacht hat, die Farbe zu feiern, die durch die Abwesenheit aller Farben entsteht.

Stilvolles schwarzes Vintage-Fashion-Top

Ein schwarzes Färbemittel, das die Umwelt und die Kleidung schont

Jedes einzelne Kleidungsstück von Blackyoto ist schwarz, aber hier enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Das Rezept für ein Design von Blackyoto ist scheinbar simpel, aber die exquisiten Zutaten machen jede Kreation zu einem Meisterwerk. Die Grundlage bilden Vintage-Seidenkleider, -Sweatshirts aus Kaschmir, -Militärjacken oder -Kimonos mit Stickereien, die das Label aus Lagerverkäufen oder von Flohmärkten und Wiederverkäufern in aller Welt bezieht. Die Stücke werden an eine der beiden traditionellen Färbereien im japanischen Kyoto geschickt, die sich auf pflanzliche Textilfärbetechniken spezialisieren, die die Umwelt und die Kleidungsstücke gleichermaßen schonen. Nirgendwo sonst werden derart dunkle Schwarztöne erzielt.

Alte Schätze auf traditionelle Weise neu erfunden

Jeremy McAlpine war jahrzehntelang im Modegeschäft tätig, bevor er auf einer Japanreise das hochspezialisierte Färbeverfahren entdeckte. Die Idee für Blackyoto war damit geboren. Es waren die schwarze Farbe und besonders die traditionelle Färbetechnik für schwarze Seidenkimonos, die ihn inspiriert haben. Er war fasziniert von der Perfektion, die erforderlich ist, um ein derart schönes tiefes Schwarz zu erzielen. „Beide Färbereien in Kyoto, mit denen wir zusammenarbeiten, wurden vor über 100 Jahren gegründet. Die Tradition spielt in ihrer – und im weitesten Sinne, auch unserer – alltäglichen Arbeit eine bedeutende Rolle“, erklärt McAlpine.

 

Ein Teil der Magie liegt im Entdeckungsprozess. McAlpine und sein Team experimentierten zunächst, um herauszufinden, welche Vintage-Kleidungsstücke die Farbe besonders gut aufnehmen würden. Nach einer anfänglichen Forschungs- und Entwicklungsphase, während der sie Kleidungsstücke zum Färben nach Kyoto schickten und die Ergebnisse dann in ihrem Münchener Studio beurteilten, wurde ihnen die Komplexität der Farbe Schwarz immer deutlicher.

 

McAlpine weiß: „Baumwolle, Seide und Wolle haben unterschiedliche Schwarztöne. Baumwolle hat einen Blaustich, während Seide eher rötlich ist. Das pflanzliche Färbemittel wird nur von natürlichen Fasern aufgenommen. Enthält die Gewebemischung auch synthetische Fasern, die den Farbstoff nicht aufnehmen, lassen sich die spektakulärsten Ergebnisse erzielen. Wir konnten unsere Partner außerdem überzeugen, in Kyoto bezogene Vintage-Kimonos zu überfärben. Die goldenen Stickereien nehmen den Farbstoff ebenfalls nicht auf. Es kommen also so viele Faktoren zusammen, die jedes einzelne Kleidungsstück zu einem Unikat machen.“

Schwarzes Färbemittel als Grundlage für Fair Fashion

Schwarze Farbreste auf Männerhänden nach dem Färben von Stoffen in Japan

Die exakten Färbetechniken von Blackyoto sind zwar streng geheim, aber McAlpine verrät uns die Grundlagen. Im ersten Schritt werden die Kleidungsstücke bei einer sehr hohen Temperatur (95 Grad) gefärbt, damit jede einzelne Faser durchtränkt wird. Im zweiten Schritt wird der schwarze Farbton bei einer niedrigen Temperatur intensiviert. Die traditionelle Shinkuro-Technik reduziert die Lichtreflexion des Gewebes und lässt das Schwarz so noch dunkler erscheinen. Das Verfahren „macht den Stoff außerdem weicher. Das ist besonders interessant, da Schwarz manchmal etwas herb daherkommt. Chemisch gefärbte Kleidungsstücke sorgen in der Regel für kein angenehmes Tragegefühl. Aber die traditionelle japanische Färbetechnik, die unsere Partner in Kyoto verwenden, macht das Schwarz intensiv und den Stoff kuschelweich.“

So wäscht du Kleidung im schwärzesten Schwarz

Blackyoto ist aus mehreren Gründen eine vorbildliche Fair-Fashion-Marke. Da wäre an erster Stelle die Tatsache, dass das Label alten Kleidungsstücken ein zweites Leben schenkt. Alte Stücke schwarz zu färben, hat den Vorteil, dass Flecken und Verfärbungen verschwinden. Außerdem erstrahlen altmodische Stücke plötzlich wieder in neuem und überraschend modischem Glanz. Die Färbetechnik mit pflanzlichem Schwarz ist wesentlich umweltfreundlicher als chemische industrielle Farbstoffe und von dem hochwertigen Look und Feel mal ganz zu schweigen. Du kannst auch einen Beitrag leisten und dafür sorgen, dass schwarze Teile länger halten: Gehe vorsichtig mit ihnen um, wasche sie mit Perwoll Schwarz & Faser renew Advanced, lass sie an der Luft trocknen und halte sie von Wärme und direktem Sonnenlicht fern. Die Frage „Was soll ich anziehen?“ stellt sich gar nicht, wenn du hochwertige und perfekt gefärbte Kleidungsstücke in deinem Kleiderschrank hängen hast.

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