Kaltwäsche – so bleiben Textilien lange in Form

Wollpullover sind kuschelig, kleidsam und gehören bestimmt auch zu deinen Lieblingsteilen. Damit das lange so bleibt und auch teure Seidenblusen ihre Form und ihre kräftigen Farben lange Zeit behalten, empfiehlt sich für viele dieser empfindlichen Textilien, sie kalt zu waschen. Das überlieferte Wissen, dass schmutzige Wäsche unbedingt und immer heiß gewaschen werden muss, ist längst nicht mehr zeitgemäß.

Was bedeutet Kaltwäsche und was sind die Vorteile?

Du hast schon oft gehört, dass kalt waschen gut für Umwelt und Wäsche ist, weißt aber nicht, was das genau bedeutet? Wenn du kalt waschen möchtest, wie viel Grad Celsius sollen an der Waschmaschine eingestellt werden? Kalt waschen bei bis zu 30 Grad Celsius schont Gewebe und Textilien, bei Waschtemperaturen von 40 Grad Celsius und mehr verschleißen Textilien schneller und die Farben können verblassen. Manchmal bekommen Aufdrucke unschöne Risse und T-Shirts, sowie Bündchen leiern durch die Hitze schneller aus. Kalt waschen bei niedriger Temperatur schont das Gewebe und sorgt dafür, dass Kleidung länger hält und weniger schnell nachgekauft werden muss. Das macht die Kaltwäsche in mehrfacher Hinsicht besonders nachhaltig.

Wie funktioniert eine Kaltwäsche?

Laut einer EU-Ökodesign-Richtlinie müssen seit dem 01.12.2013, Waschmaschinen über ein Kaltwaschprogramm mit maximal 20 Grad Celsius verfügen. Bei vielen neueren Maschinen lässt sich die Temperatur auch unabhängig vom Programm senken. Ältere Waschmaschinen bieten als kältesten Waschgang oft nur 30 Grad Celsius an. Bei solchen Maschinen kannst du leicht oder normal verschmutzte Wäsche dann aber auch im Woll- oder Feinwaschprogramm waschen. Alternativ können empfindliche Textilien wie Seide oder Wolle selbstverständlich in Handwäsche behandelt werden. Zeigt das Pflegeetikett ein Handsymbol, solltest du Handwäsche bevorzugen. Das Kalt-Waschen-Symbol ist übrigens meistens ein Wasserhahn, sowohl bei den Pflegesymbolen in der Wäsche als auch auf der Waschmaschine für das Programm Kaltwäsche.

Niedrige Temperaturen schonen Umwelt und Geldbeutel

Die meiste Energie verbrauchen Waschmaschinen beim Erhitzen des Wassers. Deshalb lässt sich durch die Wahl einer niedrigeren Waschtemperatur fast 40 Prozent des Stromverbrauchs einsparen. Bei einer Kaltwäsche mit höchstens 20 Grad Celsius ist die Energieersparnis besonders hoch, du verbrauchst bis zu 70 Prozent weniger Strom. Damit leistest du einen Beitrag zum Umweltschutz und schonst dabei auch deinen Geldbeutel. Der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel hat herausgefunden, dass zum Beispiel eine Waschladung bei 60 Grad Celsius 27 Cent kostet, bei 30 Grad Celsius 8 Cent und bei 20 Grad Celsius sogar nur 2 Cent.

Kalt waschen und Hygiene

Du musst beim Thema Wäsche kalt waschen und Hygiene keine Bedenken haben: Heutzutage wird Kleidung häufig gewechselt und gewaschen, somit gelangen viel weniger Bakterien und Schmutz in die Waschmaschine als früher. Moderne Waschmaschinen und hochwertige Waschmittel bekommen Wäsche schon bei niedrigen Temperaturen hygienisch sauber. Spezielle Enzyme in für Kaltwäsche geeigneten Waschmitteln bewirken, dass Keime und sogar Flecken bereits bei niedrigen Temperaturen beseitigt werden. Hartnäckige Flecken kannst du vorbehandeln, damit sie zuverlässig verschwinden. Unangenehme Gerüche werden in der Waschmaschine sowieso eliminiert, um die Kleidung nur aufzufrischen, reicht eine Wäsche bei niedriger Temperatur allemal. Um die Waschmaschine vor einer Ablagerung von Verschmutzungen und Keimen zu schützen, solltest du allerdings mindestens einmal pro Monat eine 60-Grad-Wäsche laufen lassen. Für diese Waschladungen bieten sich zum Beispiel Handtücher und weiße Bettwäsche an.

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