Zwei Frauen schauen sich gemeinsam eine dunkle Jeans an

Aus Alt mach Neu: ein Kleid mit ganz einfachen Mitteln aupeppen

Du kennst das bestimmt auch: Vor ein, zwei Jahren war dieses Kleid noch dein absoluter Liebling und du hast es immer wieder gerne getragen – jetzt aber findest du es langweilig. Das bedeutet allerdings nicht, dass du es in die Kleiderspende geben müsstest: Upcycling heißt das Zauberwort. Immer mehr Menschen folgen diesem Trend, machen aus alten Dingen etwas Neues – und haben Spaß dabei. Nicht nur aus abgelegter Kleidung, sondern auch aus alten Möbeln und sogar Papier-, Glas- oder Plastikmüll lässt sich oft noch etwas Schönes zaubern. Vielleicht möchtest du dein Kleid auch aufpeppen, weil es sich als Fehlkauf entpuppt hat. Mit etwas Geschick verwandelst du es doch noch in ein neues Lieblingsstück.

Beim Kleider-Upcycling selbst Hand anlegen

Rohstoffe werden knapper und es gibt immer mehr Müll – das führt bei vielen Menschen zu einem wachsenden Umweltbewusstsein. Das Upcycling von Kleidung ist ein Trend, der das aufgreift. Denn sogar wenn Textilien möglichst umweltfreundlich produziert werden, sind sie erst wirklich nachhaltig, wenn sie lange getragen werden. In Zeiten von Fast Fashion ist das selten der Fall, vieles landet nach einer Saison auf dem Müll – weil es nicht mehr gefällt, nicht mehr der aktuellen Mode entspricht oder die Textilqualität so schlecht ist, dass es nicht mehr tragbar ist. Hinzu kommen Fehlkäufe, die nicht selten höchstens zwei- oder dreimal getragen werden, bevor sie ihren Weg in die Kleiderspende finden oder weggeworfen werden.

Um diese Verschwendung einzudämmen, haben zahlreiche Unternehmen unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Lange Zeit ist die Industrie davon ausgegangen, dass die Kleidungsproduktion die größten Auswirkungen auf die Umwelt hat. Mittlerweile weiß man, dass sich Nutzung und Entsorgung ebenfalls auswirken. Die Erkenntnis ist schlüssig: Wenn ein Kleidungsstück länger getragen wird, wird weniger neue Kleidung produziert und dementsprechend weniger entsorgt. Wenn du dein Kleid also aufpeppst und nicht wegwirfst, dann beeinflusst das deinen ökologischen Fußabdruck positiv. Wir zeigen dir, wie du den  Upcycling-Trend mit einfachsten Mitteln zu Hause umsetzen kannst und nicht nur ein neues Kleidungsstück gewinnst, sondern auch etwas für deine Finanzen und die Umwelt tust.

Weiße Kleidung hängt an einer Kleiderstange, eine Hand hält ein Schild mit der Aufschrift "100% Organic"

Mit Stoffmalfarben, Bügelfolie und Klebepistole zur Tat schreiten

Eine Frau hält ein cremefarbenes Stück Fair-Fashion-Stoff

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, ein ausgedientes Kleid neu zu gestalten. Gerade Anfänger mit wenig Erfahrung im Basteln und Nähen greifen bei ihren ersten Upcycling-Versuchen ungern gleich zu Schere und Nähmaschine. Ihnen kommt das Gestalten mit Stoffmalfarbe, Bügelfolie oder Klebepistole entgegen: Damit lassen sich kreative Ideen auch von Unerfahrenen leicht und schnell umsetzen.

Mit Stoffmalfarben lässt sich ein Kleid ganz einfach mit einem individuellen Design versehen. Längst gibt es die Farben nicht mehr nur in flüssiger Form, sondern auch als Spray oder Stift – eine ausgezeichnete Lösung für alle, die sich beim Hantieren mit dem Pinsel schwertun. Textilsprays sind gut geeignet, um beispielsweise Säume von Kleidern farbig zu gestalten. Mit Textilstiften dagegen kannst du sehr präzise arbeiten. Oder wie wäre es mit Stempeln, mit denen du deine Kleidungsstücke mit grafischen Mustern verzierst? Dafür musst du nur aus Schaumstoffresten Formen zurechtschneiden und diese an Korken oder Flaschenverschlüssen befestigen – und schon kannst du den Schaumstoff in die Farbe tauchen und drauflos stempeln. Oder du schneidest dir eine Schablone und überträgst die Farbe mit einem Schwamm auf das Textil.

Mit einer Klebepistole ein Kleid aufpeppen? Du fragst dich vielleicht, wie das gehen soll. Die Antwort: mit Heißkleber! Er ist perfekt geeignet, um Schmucksteine oder Verzierungen am Saum zu befestigen, wenn Nähen nicht dein Steckenpferd ist. Die Bedienung einer Klebepistole ist schnell erlernt. Ähnlich einfach geht das Gestalten mit Bügelfolien: Auch bei diesen musst du dich nur mit der Anleitung des Herstellers vertraut machen und schon kannst du mit der kreativen Arbeit beginnen. Vorgefertigte Motive wie Sterne, Blumen oder Sprüche erhält du in Kreativmärkten oder in Onlineshops. Eigene Ideen lassen sich mithilfe von Blankfolie und Drucker umsetzen.

Tipp:
Auch andere Kleidungsstücke wie T-Shirts, Pullover oder Jeansjacken lassen sich mit diesen einfachen Mitteln aufpeppen. Und auch schon Kinder können auf diese Weise ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Kleid mit Spitze, Strass oder Pailletten aufpeppen

Du möchtest dein schlichtes Kleid aufpeppen und ihm einen edlen Touch verleihen? Das ist einfacher, als du vielleicht vermutest. Du benötigst lediglich die richtigen Accessoires und ein wenig Näherfahrung. Je nach Art des Kleides lassen sich der Saum, die Ärmelenden und der Kragen mit Strasssteinen, Pailletten oder Perlen verzieren. Diese werden entweder angenäht oder mit Textilkleber befestigt. Beliebt sind auch Schmuck- und Glanzknöpfe. Das Verzieren mit Spitze oder Stickereien ist ebenfalls eine wunderbare Methode, ein Kleid zu veredeln.

Wenn du gut mit der Nähmaschine umgehen kannst, stehen dir auch noch weit aufwendigere Methoden des Upcyclings offen. So kannst du zum Beispiel erst einmal die Schere zücken: Abschneiden, Nähte auftrennen, Formen ändern – wenn du etwas vom Nähen verstehst, ist all das kein Problem. Auf diese Weise wird beispielsweise aus einem Kleid ein Zweiteiler mit Rock und Oberteil. Oder wie wäre es mit Fransen als Saum? Deiner Kreativität sind beim Aufpeppen deines Kleides keine Grenzen gesetzt.

Übrigens gilt auch nach dem Upcycling: Wasche dein Kleid entsprechend der Empfehlungen auf dem Etikett. Perwoll bietet dir das passende Waschmittel für deine Ansprüche. Bei Verzierungen wie Strasssteinen, Perlen, Pailletten und Zierknöpfen empfehlen wir dir, für das Waschen deines Kleides in der Maschine einen Wäschebeutel zu benutzen.

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